Folge 10: Podcasthon: Wir sprechen darüber - Wie Vorsorge Leben retten kann
Shownotes
In dieser besonderen Folge spreche ich mit Christine Leben und Jana Bauer-Lipovski von der Roten Hose Darmkrebsvorsorge e.V. darüber, wie wichtig es ist, Darmkrebs aus der Tabuzone zu holen. Wir teilen bewegende Geschichten von Mut, Früherkennung und der Kraft, offen über Beschwerden zu sprechen – egal, wie alt man ist.
Gemeinsam räumen wir mit Mythen auf, geben alltagstaugliche Tipps zur Prävention und zeigen, warum Sensibilisierung ohne Panik der Schlüssel ist. Ich nehme euch mit hinter die Kulissen eines engagierten Vereins und zeige, wie jede:r von uns ein Stück Hoffnung und Aufklärung weitertragen kann. Hört rein, sprecht darüber – und macht den ersten Schritt für euch und eure Liebsten!
Und wenn Du Deine Geschichte teilen möchtest, schreib mir:
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Transkript anzeigen
00:00:00: Speaker: Einen wunderschönen guten Tag an alle, die uns jetzt gerade hören. Es gibt eine neue Folge von Fight Cancer im Ring gegen Krebs. Geschichten von Mut, Stärke und unbesiegbare Hoffnung im Kampf gegen Krebs. Von und mit Natascha Waaagh. Und heute Eine ganz besondere Folge, denn diese ist im Rahmen des Podcasts uns eine gute Sache hörbar machen. Und die gute Sache, die ich heute hörbar machen darf, ist die rote Hose Darmkrebsvorsorge e.V. und bei mir sind Christine Leben und Jana Bauer Lipowski Und ich würde sagen, bevor wir in das Thema einsteigen Seid doch so gut und stellt euch kurz vor. Christine. Magst du anfangen? Ja, gerne. Erst einmal herzlichen Dank, dass du da an uns gedacht hast. Ich bin seit über zwanzig Jahren beruflich mit dem Thema Darmkrebsvorsorge in unterschiedlichen Aufgaben verbunden. Hatte jetzt selbst kein Darmkrebs und bin eben über die berufliche Schiene darauf gekommen. Bin seit zwei tausend achtzehn auch aktiv in der roten Hose, Darmkrebsvorsorge und seit drei Jahren Vorsitzende. Weil ich mir gedacht habe, wenn man sich schon Wissen aneignet, ist es gut, wenn man das vielleicht auch noch mal ehrenamtlich nutzt, um als Multiplikator zu fungieren. Wunderbar. Danke dir, Jana. Ja, mein Name ist Jana Bauowski. Ich freue mich auch, dass wir heute hier sein können und bin seit zwei tausend siebzehn im Vorstand der roten Hose. Dazu gekommen bin ich tatsächlich, weil ich eine enge Studienfreundin der Gründerin Petra Thomas war und sie den Verein gegründet hat und ich sie dabei unterstützen wollte, das Thema Darmkrebsvorsorge zu kommunizieren. Herzlichen Dank! Ich freue mich riesig auf heute und dann lass uns gleich reinstarten. Ich meine, der Name sagt es ja so ein bisschen ne rote Hose. Darmkrebsvorsorge. Also das. Ihr tragt ja euer Anliegen schon ein. Etwas im Titel. Aber was steckt denn dahinter? Was macht ihr und was? Was genau ist euer Anliegen? Unser Anliegen ist es zu kommunizieren, dass Darmkrebs früh erkannt, heilbar ist. Und wir konzentrieren uns da auf drei Bereiche. Zum einen die Informationen über diese Anzeichen von Darmkrebs, die gegebenenfalls nicht zugeordnet werden können. Veränderter Stuhl, sein Blut im Stuhl, das ist, glaube ich, am bekanntesten. Aber auch eben ständige Müdigkeit abgeschlagenheit Dinge, die an, bei denen man nicht unbedingt vielleicht direkt an Darmkrebs denkt. Und da wollen wir insbesondere auch jüngere Menschen sensibilisieren, die gegebenenfalls durchs Raster fallen, weil Darmkrebs in etwas spätere Lebensalter sphasen verortet wird. Außerdem ist uns einfach wichtig, dass die Angst vor dem Thema Darmkrebs Vorsorgeuntersuchungen genommen wird. Da haben einfach ganz, ganz viele Menschen Bedenken. Stichwort Koloskopie. Und wir möchten Menschen dazu motivieren, die Vorsorge wahrzunehmen. Also zum einen die, die Darmkrebs, also die diese genannten Beschwerden haben, dass die dann auch zur Untersuchung gehen. Die über fünfzig jährigen werden ja auch von ärztlicher Seite dazu angehalten und motiviert. Aber auch Menschen, die familiäre Vorbelastung haben, die Darmkrebs in der Familie haben oder auch selber entzündliche Darmerkrankungen haben und damit ein erhöhtes Risiko tragen. Bei allen anderen empfehlen wir die generelle Nutzung von Check ups. Und ein letztes sehr wichtiges Anliegen ist für uns, dass wir das Thema Darm und Stuhlgang enttabuisieren. Das ist ja. Viele Leute haben da eine ganz riesengroße Scham darüber zu sprechen und wollen das gar nicht hören. Und ja, wir möchten, dass eben da die Scham an der Stelle fällt und die Leute aktiv unterstützen und aktiv unterstützen, das Thema Darmkrebsvorsorge in die Welt zu tragen. Ganz alleine werden wir nicht jeden in Deutschland erreichen. Und das haben wir alles in eine ganz simple Formel gegossen, nämlich sprich achte und handle. Okay, das klingt ganz super und vieles von dem, was du gesagt hast, kann ich komplett bestätigen. Vor allen Dingen das Thema Erschöpfung. Ich selber hatte ja Darmkrebs zwei tausend drei und zwanzig und ich hatte keine Bauchschmerzen, kein Blut im Stuhl. Aber ich war über einen längeren Zeitraum wirklich so erschöpft und das wurde erst auch nicht richtig zugeordnet. Also es hat eine Weile gedauert, bis wir dem auf die Schliche gekommen sind. Deswegen kann ich das total nachvollziehen. Du hattest ja eben schon mal gesagt, du bist eine enge Studienfreundin der Gründerin gekommen. Seit wann gibt es euch konkret und wie ist es zu eurer Gründung gekommen? Uns gibt es tatsächlich jetzt schon seit beinahe zwölf Jahren, wenn ich richtig rechne. Christine, korrigiere mich. Unser Verein wurde von Petra gegründet, weil sie selbst zwei tausend dreizehn an Darmkrebs erkrankt ist. Und da war sie gerade mal ein und dreißig Jahre alt, also deutlich unter fünfzig. Und das ist auch das Thema bei jüngeren Menschen, dass sie viele junge Betroffene, die Diagnose erst recht spät erhalten, weil Ärztinnen und Ärzte nicht sofort an Darmkrebs denken. Und das war auch bei Petra der Fall. Der Krebs war zur Diagnose oder zum Zeitpunkt der Diagnose schon fortgeschritten. Und Petras Anliegen war es, dass anderen genau dieses Schicksal erspart bleibt. Sie sagte Ich habe sie noch im Ohr. Ich hatte sie damals am Telefon. Sie hat mir von ihrer Diagnose berichtet und sie sagte Ich muss da was draus machen. Ich muss verhindern, dass andere genau dieses Schicksal erleiden. Und aus diesem, aus dieser, aus diesem Antrieb war, hat sie dann den Verein gegründet. Ihr Motto war damals Tu das, was du kannst, mit dem, was du hast, wo du auch bist. Das steht auch ganz groß auf unserer Website. Und genau das hat sie getan. Sie hat die rote Hose als Symbol ins Leben gerufen und hat sich dann der Krebs an der Aidsschleife orientiert und zwei tausend vierzehn dann den Verein gegründet. Zwei tausend siebzehn ist sie tragischerweise verstorben, aber seitdem führen wir ihr Werk weiter. Also wir sind ein kleiner, aber feiner Verein mit ganz vielen Überzeugungstätern und ihrem Wunsch, dass insbesondere auch junge Leute darüber informiert werden, dass es eben unser, unser Ziel und unser Antrieb. Das finde ich ganz wunderbar. Also erstens finde ich es beeindruckend von ihr, das, was ihr widerfahren ist, dann in etwas Positives zu drehen. Das ist, das zeigt eine Stärke und auch einen Willen, aus dieser Situation etwas zu machen, sodass andere den Weg nicht gehen müssen. Und das Coole ist ich freue mich total, dass wir zueinander gekommen sind. Denn mit dem Podcast, also Podcast ist ja ein Medium, was auch ganz viel Junge erreicht. Dadurch hoffe ich, dass wir wirklich ganz, ganz viele davon überzeugen, zur Vorsorge zu gehen. Ein Stuhltest zu machen oder im Zweifel dann auch eine Darmspiegelung zu machen oder zumindest diesen ersten Schritt zu gehen, den du auch gesagt hast. Dieses Rede drüber. Denn ja, das ist nicht wirklich ein Thema, über das man redet und ich bekomme das auch mit, wenn ich mit anderen spreche und ich dann erzähle, was ich hatte. So also Krebs, der sowieso schon mal jeder. Und bei Darmkrebs, das ist noch mal was anderes als wenn du. Ja, das ist irgendwie so eine Tabuecke da, da spricht man nicht drüber. Deswegen ist euer Anliegen wahnsinnig richtig und wichtig. Aber du hast ja schon ein paar Sachen eben genannt. Aber was sind denn noch mal? Und da würde ich noch mal an dich gehen. Auch Christine, so die die wichtigsten Maßnahmen, um Darmkrebs früh zu erkennen. Wenn man sich so eine eigene Checkliste, sage ich mal, würde aufbauen wollen. Wo fängt es denn an, wo hört es auf? Was? Was sollte man wissen? Also ich denke, es ist sehr, sehr wichtig, dass man für sich selber erst mal Bewusstsein schafft. In Sachen Aufklärung, das heißt das zu enttabuisieren, wie Jana das gerade auch schon gesagt hat, auch. Und hinzuschauen, wie sieht denn meine FamilienAnamnese aus? Kenne ich die? Der Opa, der hatte da mal Krebs. Was war das für ein Krebs? Weil nicht die junge Generation, aber auch die ältere, die haben ja noch nicht so tief mit den Themen waren die verbunden oder haben sich da auch beschäftigt. Aber da ist es schon wichtig zu wissen, gibt es da eine Prädisposition? Ist da irgendwas genetisch Auffälliges, damit ich überhaupt erst einmal sensibilisiert bin in dem Punkt. Und das andere, ganz unabhängig von der Familie, ist natürlich den eigenen Körper wahrnehmen, die Symptome wahrnehmen, wie du gerade auch gesagt hast, die Müdigkeit. So nach dem Motto Hoppla, ich habe jetzt eigentlich nichts Anstrengendes gemacht oder Die Müdigkeit dauert jetzt schon einige Wochen an, auch wenn ich fit bin, auch wenn ich keinen Infekt hatte. Was ist denn da los? Also zum einen, ich sage mal so ein bisschen eine Vogelperspektive einnehmen. Zum einen für sich als Person, aber zum anderen auch über die Familie schauen, über die Genetik schauen. Ist da irgendwo was, wo ich doch mal hinterherschauen sollte bzw mal nachfragen sollte? Ja und? Und das zweite ist natürlich in Sachen Maßnahmen die Vorsorge, die möglich ist, auch wahrzunehmen. Auch selbst die gesetzlichen Krankenversicherungen bieten ja ab dem fünf und dreißigste Lebensjahr alle zwei Jahre den Gesundheitscheck an? Ja, den kann man in Anspruch nehmen und auch dort wird geschaut. Ist alles okay? Sind die Werte okay oder haben wir da irgendeine Frage, ein Fragezeichen? So dass wir da noch weiter recherchieren müssen? Und ab fünfzig, das ist ja schon lange, dass die Okkultbluttests gezahlt werden. Allerdings was neu ist bzw seit April zwei tausend fünf und zwanzig, wo auch viele gekämpft haben auf ehrenamtlicher Art und Weise ist das die Koloskopie nicht erst ab fünf und fünfzig, sondern auch erst schon ab fünfzig möglich ist und erstattet wird. Das war zuerst bei den Männern und es ist aber jetzt seit April zwei tausend fünf und zwanzig auch bei den Frauen. Das heißt alles was möglich ist, wahrnehmen. Die Vorsorge ist immer besser, das ist immer eine kleinere Sache. Und man hat ja an Lebensqualität gewonnen, wenn man weiß. Haken dran. Ich kann weitermachen, ist alles fein, als dass man nachher denkt, ich hatte da was. Aber ach, wär ich doch mal früher gegangen. Das wäre hätte. Ja, ja, kann man sich. Kann man sich einfach ersparen. Und wenn. Wenn man, wie ich gerade gesagt habe, mit dem Symptomen merkt, da ist was, das, wie Jana gesagt hat, Blut im Stuhl, aber auch schon Bauchschmerzen, die man nicht zuordnen kann. Kann etwas sein, wo man sagt da muss ich mal nachhorchen. Auch diese Punkte sind wichtig. Dass man dann den Hausarzt aufsucht oder auch den Gastroenterologen, damit das abgeklärt wird. Ja, also unbedingt. Also alles am Ende sich selber ernst nehmen, auf sich selber hören, auf sich selber achten und dann durchaus sich auch dafür einsetzen, dass das untersucht wird. Ich könnte mir also aus eigener Erfahrung weiß ich auch es gibt natürlich auch viele Dinge, die man auch tun kann in seinem normalen Leben, um möglicherweise das ein oder andere Krebsrisiko etwas zu reduzieren. Hast du Tipps für unsere Hörerinnen und Hörer, für die Alltagspraxis? Was man machen kann, damit man etwas weniger Risiko behaftet vielleicht ist. Vorher habe ich gesagt bewusst werden und jetzt sage ich bewusst leben. Das ist vielleicht so die zusammenfassende Antwort. Und was versteckt sich darunter? Das ist Rauchen und Alkohol. Zumindest reduzieren, wenn nicht am besten vermeiden. Denn Rauchen erhöht das Darmkrebsrisiko und Alkohol wirkt auch in größeren Mengen ebenfalls krebsfördernd. Was aber ein guter Tipp grundsätzlich ist, ist Bewegung ist auch fürs Herz Kreislauf System gegen Adipositas. Aber es ist eben auch, dass man fit bleibt. Ja, regelmäßig und moderat. Du musst nicht eineinhalb Stunden jeden Tag joggen, aber wenn du dich dreißig Minuten jeden Tag bewegst und das das senkt schon das Risiko. Und wie gesagt, kein Marathon. Dazu zählt auch schon ein Spaziergang, Radfahren oder auch die Gartenarbeit, die der ein oder andere im Sommer nicht so toll findet. Aber da hilft sogar das Rasenmähen. Und ganz wichtig, wenn man sich das bewusst macht. Ich war heute draußen oder Unkraut ziehen und habe das auch für mich getan. Nicht nur für den Garten und für die Oberfläche. Ja, und das dritte, denke ich, ist auch ganz wichtig Stress reduzieren. Lang und gut schlafen. Heute haben wir alle Stress, also reduzieren, denke ich mir. Wie bekomme ich das hin? Ich denke, wenn man da Methoden findet, damit man mit Stress besser umgeht. Ja, der eine Yoga, der andere geht spazieren, der nächste hört klassische Musik. So reduziere ich den Alltagsstress, weil davor weglaufen. Das geht so nicht. Alle deine Hörerinnen und Hörer werden auch sagen Ja, wie soll ich denn das machen? Also sich etwas suchen, wo man merkt, jetzt kann ich wieder in meine Balance kommen. Das sind so aus meiner Sicht Tipps. Definitiv. Und ich hatte die letzten zwei Folgen hier bei Faith Cancer im Ring gegen Krebs, waren einmal mit einem Sportmediziner und einmal mit einer Sportbiologin und beide haben genau das bestätigt. Regelmäßige Bewegung, regelmäßige moderate Bewegung hilft erst mal als Präventionsmaßnahme, also als Vorbeugung, aber dann auch, wenn eine Erkrankung vorliegt, während der Therapie oder auch danach natürlich auf seinen Körper zu hören. Aber sich weiter bewegen, aktiv bleiben, Muskelmasse erhalten fürs Immunsystem. Und deswegen ist es schön Am Ende denke ich mir, könnte man fast sagen Ja, das haben wir im Netz in der letzten Folge schon gesagt. Aber das sind Dinge, die kann man gar nicht oft genug sagen, denn die werden im Alltag eigentlich so am schnellsten mal weggestrichen, wenn es irgendwie eng wird. Und das sind aber genau die Dinge, die uns nachher richtig weiterbringen können. Bei mir war es, muss ich ganz klar sagen. Wir haben einen großen Hund. Ich bin außer an den Tagen, wo ich wirklich die Chemo gekriegt habe, dagegen wirklich nichts. Aber an allen anderen Tagen bin ich dreimal am Tag mit dem Hund spazieren gegangen und dadurch war ich immer draußen. Mal war es ein bisschen länger, mal war es ein bisschen weniger. Aber allein schon diese Bewegung hat auch gegen so das Thema Fatigue geholfen, was ja ganz häufig kommt. Und dem Hund kann ich nur eine gewisse Zeit lang erklären, dass wir nicht rausgehen. Irgendwann muss er und das hilft auch den inneren Schweinehund. Also ich will nicht sagen, dass Fatigue etwas ist, was dem Schweinehund gleichzusetzen ist, aber manchmal ist man ja dann doch so muss ich und dieses muss ich hilft. Also deswegen regelmäßige Bewegung. Bin ich totaler Fan von. Wir hatten eben schon mal gesagt, Rauchen und vor allen Dingen auch Alkohol reduzieren, weil es in größeren Mengen ebenfalls krebsfördernd wirkt. Wie schaut es denn aus im Bereich Ernährung und Lebensstil? Ansonsten bei der Vorbeugung von Darmkrebs? Also eine darmfreundliche Ernährung ist natürlich einer der stärksten Schutzfaktoren. Das heißt, was ist günstig, was kann ich gut essen? Dazu zählt viel Gemüse, viel Obst, viel Hülsenfrüchte, aber auch Vollkornprodukte und Ballaststoffe wie zum Beispiel Hafer, Leinsamen, Gemüse oder auch die pflanzlichen Proteine. Warum pflanzlich betone ich, dass? Gerade weil weniger günstig ist Das rote Fleisch in großen Mengen und stark verarbeitetes Fleisch wie Wurst, Schinken. Das heißt alles was viel verarbeitet ist, sollte man lassen. Lieber frisch kochen und auch auf zuckerreiche Getränke wie Limos usw verzichten. Und ich hatte ja gerade die Ballaststoffe auch schon mal angesprochen. Die fördern einfach eine gesunde Darmflora und die verkürzen die Passagezeit im Darm. Und das schützt dann auch wieder die Darmschleimhaut. Und kannst du ganz kurz erklären, was Passagezeit ist? Weil du bist ja sehr tief im Thema, aber jemand, der das sich jetzt nicht so mit beschäftigt. Was ist denn eine Passagezeit? Also Passagezeit? Das ist die Zeit. Wie lange es dauert, vom Essen bis zum Stuhlgang. Und wenn du viele Ballaststoffe zu dir nimmst und auch reichlich trinkst, Ja, Flüssigkeit. Dann quellen ja diese Ballaststoffe im Darm auf und vergrößern das Darm oder das Stuhlvolumen. Und dadurch kann dann der Stuhl leichter transportiert werden und es kommt weniger zu einer Verstopfung und dadurch ist dann natürlich auch die Darmschleimhaut geschützt, weil ich sage mal, dass viel schneller der Stuhl durch den Darm transportiert wird, als würde der Darm in irgendeiner Form ja jetzt zur. Zur Wartehalle sage ich mal Ja, das wollen wir wirklich nicht. Das heißt einfach auch wirklich regelmäßig Wasser trinken, ausreichend trinken oder Tees oder ähnliches. Genau. Also Kaffee, Kaffee und schwarzer Tee, das ist ja auch eher etwas Dehydrierendes. Ist ist wieder für andere Dinge gut. Aber das kann man ja auch trinken. Nur man sollte sich nicht permanent davon ernähren, sondern und und auch trinken, sondern einfach sagen Ich schaue, dass ich auch mindestens eineinhalb Liter Wasser in irgendeiner Form Und selbst wenn. Suppen sind zu mir nehme. Ja, weil jeder mag das ja anders. Ja und dann neben den Ballaststoffen in Sachen Krebsprävention hilft natürlich auch das Vitamin B sehr. Ja, das ist dann auch wieder, wenn du, wenn du viel spazieren gehst. Ja, dann hast du ja auch von Haus aus schon Sonnenlicht. Und das ist aber auch in bestimmten Lebensmitteln, wie zum Beispiel in fettem Fisch und in Eiern. Und so ist das auch mit den Omega drei Fettsäuren. Die sind auch gut oder gegen oder oder Bzw. Die schützen uns gegen die gegen den Krebs, weil auch hier ich sage mal ja wie ein Schutzmantel diese Omega drei Fettsäuren darstellen und die findest du auch zusätzlich neben dem Fisch natürlich auch in Nüssen zum Beispiel und die senken einfach das Krebsrisiko. Das ist wissenschaftlich nachgewiesen. Und das Gute ist ja auch noch zum Beispiel in Nüssen oder auch in Eiern sind ja reichlich Proteine, die man dann wiederum für den Muskel braucht. Die dann wiederum ja auch fürs Immunsystem. Also am Ende sind ja da oftmals mehrere Vorteile schon quasi in einem Produkt enthalten. Genau, weil ich ja gerade sagte, günstig sind eben die natürlichen oder bzw die pflanzlichen Proteine Eiweiße und die sind, wie du sagst, wieder in den Nüssen und in den Eiern. Genau. Großes Kino. Es gibt aber natürlich auch häufig, zumindest habe ich das immer so erlebt, so Mythen oder Missverständnisse rund um Darmkrebs. Womit würdet ihr denn gerne ausräumen? Ja, ich habe da drei Mythen, von denen ich denke damit die würde ich ganz gerne mal ansprechen. Viele gehen ja auch deshalb nicht zur Darmkrebsvorsorge, weil sie sagen Ach, ich habe gehört, der hat einen Darmpolyp und Darmpolypen sind immer Krebs. Das ist so ein Mythos. Ja, das ist aber falsch, weil Polypen grundsätzlich sind. Schleimhaut, Vorwölbungen ist einfach eine Vorwölbung und in circa siebzig Prozent dieser Fälle handelt es sich bei diesen Schleimhaut Vorwölbungen um sogenannte. Das hört der eine oder andere auch manchmal. Adenome und diese Adenome, die können entarten, die müssen aber nicht atmen. Also wenn man selbst bei einer Coloskopie einen Polypen abgetragen bekommen hat und nachher nach dem histologischen Befund, also praktisch, dass man das Gewebe aufgearbeitet hat und nachgeschaut hat, was ist es ist ein Adenom, muss man nicht sofort denken Oh, das ist jetzt Krebs. Das kann Krebs sein, wenn es entartet. Aber muss nicht. Und deshalb setzen wir ja auch mit der Vorsorge an, weil selbst wenn du das hast, wenn das rechtzeitig ausgeräumt wird, passiert nichts. Also das ist so für mich, so ein Mythos. Ein zweiter Mythos ist auch keine Beschwerden, kein Darmkrebs. Ja, das stimmt auch nicht. Das ist auch falsch, weil bei den meisten Betroffenen ist es ja so, dass die ganz lange beschwerdefrei sind. Und manche gehen auch vielleicht ab fünf und fünfzig nur zur Koloskopie, weil sie dürfen. Und dann heißt es auf einmal Oh ja, da ist was ist ein Polyp entdeckt worden. Deshalb ist es wichtig, dass man eben diese Früherkennung auch ernst nimmt. Denn es ist so, dass Darmkrebs in der Regel einfach langsam wächst und bei den jüngeren Menschen. Deshalb ist das immer so ein besonderes Risiko, wenn es einen jungen Menschen erwischt, so wie unsere Petra zum Beispiel. Da gelten manchmal andere Regeln, weil natürlich in den jungen Jahren wir noch einen viel aktiveren Stoffwechsel haben, eine höhere Zellteilung und Fünf und fünfzig, sechzig, fünf und sechzig Und wenn dann da schon irgendwo etwas im Keim entartet ist, ist dann die Wahrscheinlichkeit, dass es explodiert, sozusagen und bösartig wird viel größer. Ja, also das muss man auch immer sehen. Aber keine Beschwerden, kein Darmkrebs ist ist einmal falsch und ein ganz wichtiges Thema, was ich denke, was wir auch so ein bisschen einräumen sollten, so einen Rahmen, das hat Jana vorhin auch schon mal angesprochen. Darmkrebs, Darmkrebs betrifft nur ältere Menschen. Das ist auch so ein Mythos. So langsam weicht das wohl auf. Das ist aber falsch, weil eben natürlich auch jüngere Menschen, wie wir das am Beispiel von Petra sehen, erkranken können. Es ist wohl so, deshalb bringe ich jetzt mal nur ein paar Zahlen hinein, damit man das Ganze in einem richtigen Zusammenhang mal sehen kann, dass die meisten Betroffenen über sechzig sind, Also der Durchschnitt eines Neuerkrankten liegt glaube ich bei siebzig, aber es gibt auch Erkrankungen bei Jüngeren. Ich habe mir mal angeschaut ein paar Zahlen, zum Beispiel vom Robert Koch Institut. Die haben jetzt natürlich von fünf und zwanzig, sechs und zwanzig, gibt es da jetzt noch keine neuen Zahlen? Das sind eher so gnosen. Aber gehen wir mal auf die Fakten zwei tausend drei und zwanzig gab es ungefähr fünf und fünfzig tausend Neuerkrankungen in diesem Jahr in Deutschland, in Deutschland und und davon waren drei bis fünf tausend Fälle unter fünfzig Jahren. Ja, also dass man mal die Relation sieht, das sind fünf bis zehn Prozent, weil das ist mir auch immer sehr wichtig, gerade bei der roten Hose, dass wir sensibilisieren, aber gleichzeitig davor warnen, dass die Menschen oder die jungen Menschen panisch werden, keine Angst verbreiten, sensibilisieren, aber ohne Angst. So nach dem Motto Du musst jetzt unbedingt immer zur Koloskopie, weil dann haben wir ein anderes Problem. Die der die Menschen, die wirklich auch Symptome haben, warten ja heute eh schon auf die Koloskopie. Und wenn jetzt alle panisch würden, wird das ganze noch unnötig verzögert und jemand, der vielleicht wirklich ein Symptom hat, kommt zu spät an die Reihe. Das wollen wir natürlich vom Verein auf jeden Fall nicht. Ja, und da habe ich noch mal ein kurzes Update. Trotz allem, weil das kursiert ja aktuell auch immer in den Schlagzeilen das Deutsche Krebsforschungszentrum in Heidelberg, das DKFZ. Das beobachtet schon einen Trend, der etwas aufhorchen lässt. Also das liest man auch immer, dass in Deutschland immer mehr junge Menschen erkranken an Darmkrebs. Besonders deutlich ist der Anstieg bei zwanzig bis bis Zwanzig jährigen, gefolgt von der Altersgruppe so bis circa neun und dreißig, aber dabei aufgepasst, gibt es zwei spannende Details. Also Männer trifft es in diesen jungen Jahren häufiger als Frauen Zum einen und zum anderen. Ruhig bleiben. Der Anstieg, also die gute Nachricht. Einfach ist dabei. Wir lesen ja auch immer wieder, dass der Anstieg besorgniserregend ist, weil oft die Studien aus den USA herangezogen werden. Und der Anstieg in Deutschland ist aber im Vergleich zu den USA und den. Und in Asien also eher gering. Ja gut, weil wir dürfen nicht vergessen, die Bevölkerungszahl wächst ja auch und dementsprechend. Wenn man dann in den absoluten Zahlen eine Vergrößerung hat, sieht man das. Aber man muss das Ganze ja auch immer in Relation setzen. Genau, genau. Also das heißt, wenn ihr die sozusagen den Podcast hören, eventuell schon mal Schlagzeilen gelesen haben, die eben viel auf US Studien basieren. Einfach auch hier wieder Bewusstsein bewusst nachdenken und sagen wir können das auf Deutschland nicht eins zu eins übertragen, weil wir haben hier einen anderen Lebensstil, wir haben ein anderes Versorgungssystem. Ja und trotzdem ist es kein Altersthema. Also das heißt, wer Symptome hat, der sollte das auch wirklich ernst nehmen. Egal, wie jung er ist. Okay, danke. Das war echt ganz, ganz viel wichtige Informationen gebündelt und ich fand den Hinweis gut. Sensibilisieren ohne Angst zu machen, ohne Panik zu machen. Denn genau wie du sagst, unabhängig dessen, dass wir dann die Arztpraxen alle noch voller machen wollten, erhöht das ja wieder Stress. Und der ist ja definitiv kontraproduktiv und eher so ein Bewusstsein schaffen, eine Sensibilisierung schaffen und dann aber trotzdem einmal in Ruhe durchatmen, überlegen und dann den nächsten Schritt gehen. Weswegen es ja auch einfach wichtig ist, dass wir weiter über dieses Thema sprechen. Und deswegen noch mal an dich, Jana Wir haben ja eben schon gesagt, was ist euer Anliegen? Aber noch mal so auf ein paar wichtige Punkte gebracht Warum ist das Thema darüber zu sprechen so wichtig? Eben also weil die Symptome oft falsch eingeordnet werden und das Wichtigste wichtig ist einfach Zeit. Also das Beste ist natürlich, kein Krebs zu bekommen und das Zweitbeste ist, Ihnen frühzeitig zu erkennen. Und besonders eben jüngere Menschen schieben dann Beschwerden gegebenenfalls auf den Stress, auf die Ernährung. Ich bin Glutenunverträglichkeit reizdarm habe einen Reizdarm. Also es gibt da natürlich auch ganz viele andere Erklärungen oder Gründe dafür, was Warum ich jetzt diese Beschwerden habe? Aber mir wäre bei Petra gesehen haben ist es einfach wichtig, dass es nicht zu spät erkannt wird. Und Darmkrebs ist einfach sehr, sehr lange gut behandelbar. Und wenn dann dieser Zeitpunkt überschritten ist, dann ist die Kacke am Dampfen. Muss ich jetzt mal ganz provokativ sagen Nee, also wir möchten verhindern, dass wertvolle Zeit verloren geht und deshalb ist es wichtig, darüber zu sprechen. Immer und immer wieder. Dem ist dann, glaube ich, auch wirklich gar nicht so viel hinzuzufügen. Jetzt können wir da, wir sprechen gerade drüber. Ihr macht die Kampagne auch mit? Ich spreche darüber. Genau. Aber nicht immer hat man ja alle diese Mittel zur Hand, wenn man dann gerade was hat. Wo können sich denn die Hörerinnen und Hörer informieren generell über das Thema? Also ich werde natürlich alle Links und alles was ihr hier gesagt hat, werde ich auch in den ShowNotes dann posten, so dass man das sieht. Aber wo kann man sich denn Informationen besorgen, wenn man welche haben möchte? Also zum einen haben wir auf unserer Website der www. Rote Hose. Org alles gebündelt, haben die wichtigsten Informationen zusammengetragen und dort auch weiterführende Links eingebunden. Zu Organisationen wie beispielsweise der Felix Burda Stiftung oder der Stiftung Lebensblicke, auf deren Seiten man sich auch gut informieren kann. Und eine weitere gute Adresse ist auch der Krebs KrebsInformationsdienst und der Link ist ebenfalls auf der Website. Das wäre zum Beispiel eine eine Anlaufstelle, wo man Informationen bekommt und von denen man dann weiter abspringen kann. Das ist total hilfreich. Und wie gesagt, ich werde die ganzen Links dann auch in den ShowNotes posten, damit jemand, der Interesse hat, da reingehen kann. Aber jetzt mal ganz anders. Ihr. Ihr seid ein Verein. Ihr seid ein ehrenamtlich oder ehrenamtlich tätige Mitarbeiter, oder nicht? Mitarbeiter. Mitglieder, die sich in ihrer privaten Zeit dafür einsetzen, um darüber zu sprechen, um darüber zu sensibilisieren. Wenn man wöllte. Wie kann man euch denn unterstützen? Also ein erster Schritt wäre, den Podcast, den man ja gerade hört, zu teilen und mit anderen über das Thema Darmkrebs zu sprechen. Also es kann im privaten Gespräch sein Spaziergang mit einer Freundin und ich erzähle davon, was ich hier gehört habe. Aber wir unterstützen auch Veranstaltungen und Aktionen. Wenn jetzt jemand sagt, Ich möchte gerne das Thema in meinen Verein tragen oder ins Unternehmen, da bieten wir nicht nur Rat, sondern tatsächlich auch Werbemittel, die man sich dazu bestellen könnte oder kann über unsere Website. Es gibt Plakate, es gibt Informationsbroschüren. Wir haben unseren legendären FahrradSattelschoner oder unsere Tasche. Wenn man auf Instagram beispielsweise sieht Letztes Jahr hatten wir eine wunderschöne Tasche, also ganz tolle Werbemittel, die man nutzen kann, die man verteilen kann, mit denen man ins Gespräch kommen kann. Und die kann man beide auf der Website direkt bestellen. Alles kostenlos. Natürlich freuen wir uns über Spenden für unseren Verein, um diese Werbemittel zu finanzieren. Jede Spende hilft da weiter. Unbedingt. Man kann ja auch im Rahmen eines Geburtstages ja dann auch manchmal so was einrichten. Hey, ich wünsche mir keine Blumen, sondern ich wünsche mir, dass ihr den Verein, in dem Falle dann rote Hose, Darmkrebsvorsorge unterstützt. Das sind, finde ich, immer sehr, sehr schöne Möglichkeiten. Denn oftmals ist es ja so meine Güte, das was ich haben möchte, habe ich oft und dann kriegt man irgendwas, womit man nicht was anfangen kann. Aber mit einer Spende kann man was Gutes tun. Ich muss jetzt aber noch mal nachfragen Was für ein FahrradSattelschoner. Habt ihr einen roten FahrradSattelschoner mit eurem Logo? Echt? Ja, der ist super schön. Da steht drauf. Christine, hilf mir noch mal! Was steht auf unserem schönen FahrradSattelschoner? Das kann dir den Arsch retten. Wir sind ja Freunde. Wir sind ja Freunde der klaren Aussagen. Und wir wollen ja auch enttabuisieren. Und genau Darmkrebsvorsorge kann uns den Arsch retten. Und das steht dann schön auf unserem FahrradSattelschoner. Sensationell. Und ganz neu muss ich jetzt noch mal Werbung für machen. Unbedingt. Ganz ganz bezaubernde EC Kartenhalter, die man sich hinten ans aufs Handy kleben kann und da steht drüber oder steht drauf. Ich spreche darüber, um ins Gespräch zu kommen. Wenn ich also was Praktisches verbinden will mit dem der Möglichkeit ins Gespräch zu kommen, dann ist zum Beispiel dieser EC Kartenhalter super Werbemittel, das man sich bestellen kann. Ich werde auf den FahrradSattelschoner zurückkommen. Ich werde auf eure Webseite gehen und diesen FahrradSattelschoner bestellen. Vor allen Dingen habe ich so ein paar ganz verrückte Fahrradfreunde. Also ich bin nur so eine Stadtfahrerin, so von hier zur Arbeit und überhaupt. Aber ich habe so ein paar Freunde, die so wilde Sachen tun. Also Radrennen. Also so ganz wild aus meiner Sicht. Und ich glaube, das ist ein ganz wunderbares Geburtstagsgeschenk. Da komme ich noch mal auf euch zurück, wenn ihr meint, ich merke das jetzt im Gespräch, Ihr seid mit vollem Engagement, mit voller Lebensfreude dabei. Aber ihr bekommt natürlich auch immer mal wieder die schlechten Nachrichten mit, dass es bei jemandem dann doch zu spät erkannt wurde. Was gibt dir oder was gibt euch als Team bei der Arbeit Hoffnung? Tatsächlich solche Geschichten wie die von Basti. Der wurde über eines unserer Mitglieder also indirekt informiert. Ich glaube, die hatte in ihrem Status von der kostenlosen Stuhltest Aktion berichtet und er hat sich da einen bestellt und getestet und der Befund war tatsächlich positiv. Er ist dann zur Koloskopie gegangen und dort wurde eben ein Polyp entdeckt, der bereits Veränderungen aufwies. Aber er war früh genug da. Der Polyp konnte ganz einfach entfernt werden. Zehn Jahre später hätte das ganz anders gewesen sein können. Und das sind die Momente, in denen wir sagen Das lohnt sich. Unser Engagement lohnt sich. Jedes Leben, das wir auch gesund halten können. Mit unserem Engagement, mit unserer Information, die motiviert uns, weiterzumachen. Das ist schön zu hören. Das ist wirklich schön zu hören. Ich glaube, was aber auch ganz wichtig ist, wenn man. Also ich habe den Eindruck, das macht ihr mit eurer Empathie sowieso. Wenn man mit Betroffenen spricht. Es gibt ja auch immer mal wieder die Situation, die sind sportlich gewesen, haben sich gut ernährt, haben nicht geraucht, haben Vorsorge gemacht, zumindest über einen Stuhltest und irgendwann kommt die Diagnose trotzdem. Manchmal kann man auch einfach nur ein schlechtes ich sage mal ein schlechtes Kartenblatt. Niemand wird geboren und hat einen Anspruch und eine Garantie auf ein gesundes, glückliches und faires Leben. Keiner auf dieser Welt und ich glaube, wir in Deutschland können immer noch sagen, dass wir sehr dankbar sein können, in einem Land geboren zu sein mit einer guten Gesundheitsversorgung. Egal was man auch in den Nachrichten hört und wie sehr man sich manchmal ändert. Im Vergleich zu vielen anderen Ländern auf dieser Welt haben wir ein sensationelles Gesundheitssystem. Und das Entscheidende ist Ich finde es so gut, was du gerade gesagt hast, So dieses wenn dann so alles zusammenkommt. Jemand, der das liest, der ein Stuhltest macht, der kriegt einen Befund und dann noch ein Polyp. Also schon Veränderung, aber noch so am Anfang, dass man es sensationell rausnehmen kann. Das klingt ganz großartig. Wenn ihr euch etwas wünschen könntet, So mal ne. Man kann ja auch mal sagen Wunsch ans Universum, Was wäre das denn, wenn ihr so ein bis drei Wünsche frei hätten? Wer mag anfangen? Also für mich war es natürlich als erstes, das hatte sich jetzt auch ein bisschen oder doppelt sich etwas natürlich unsere Community zu vergrößern. Das heißt, wenn wir mehr Vorsorgebotschafter finden, die sich des Themas annehmen, ja, Umso besser ist es, dass wir die Sensibilisierung in die verschiedenen Zellen tragen. Ja, also ob das die Familie ist, ob das der Freundes und Bekanntenkreis ist oder die Veranstaltung vor Ort. Und natürlich freuen wir uns auch über Mitglieder, Weil wir sind ja ein kleiner Verein. Und wie du gerade gesagt hast, wir sind ja alle ehrenamtlich tätig, brauchen aber trotzdem ein bisschen unter finanzielle Unterstützung, weil sonst können wir so einen Sattel gar nicht machen, weil zum Beispiel dieser Sattel, der wurde vor zwei Jahren gemacht, da haben wir jetzt nur noch Restbestände. Ich weiß auch gar nicht, ob der aktuell noch zu bestellen ist, aber wenn wir zum Beispiel wieder Spenden hätten, dann können wir so was wieder machen. Das ist wichtig. Aber jetzt noch mal so ein großer Wunsch, so ein übergeordneter Wunsch. So wäre für mich ja, das diese Tabuisierung wegfällt, dass die Menschen füreinander da sind, auch zuhören. Und auch wenn wir oder Petra die rote Hose zum Darmkrebsvorsorge Verein mit dem Focus gemacht haben, denke ich, haben wir mittlerweile aber auch einen kleinen Schritt weiterentwickelt. Also wir sind bei uns auch Menschen wie Basti zum Beispiel, die in irgendeiner Form mit Darmkrebs schon in Berührung gekommen sind. Und diese helfen uns wieder als Botschafter ihrer Geschichte. Aber wenn jemand kommt, der gleichzeitig Fragen hat und Mitglied wird, weil er Darmkrebs hatte zum Beispiel und sich gerne austauschen möchte, geht das natürlich in unserer Gemeinschaft auch, weil der eine oder andere hier auch ja keine Tabus mehr hat, darüber zu sprechen. Und wir sind dann so ein so ein Raum, in dem sich die Menschen auch öffnen können. Wie du vorhin gesagt hast, im Privaten auf einmal Krebs. Hm, dann weiß man selber nicht so, wie man damit umgehen soll. Auch im Freundes und Bekanntenkreis, weil viele damit nicht umgehen können, sodass das so für mich persönlich der Wunsch wäre, auch Krebs anzunehmen, wie Gesundheit und zu sagen okay, Shit, das ist jetzt passiert, aber wie können, wie können wir dich trotzdem unterstützen? Der Mensch ist ja dann nicht ansteckend, ja, sondern der braucht Unterstützung. Aber oft ist das so. So nach dem Motto Der ist jetzt auf der dunklen Seite der Macht. Ja, ich möchte da jetzt aktuell nee, ich möchte lieber, ähm schön mit anderen Gedanken mich umgeben, aber dass alle mehr wieder ja füreinander da sind und empathischer auf den anderen reagieren, das wäre so mein Hauptwunsch. Das ist ein sehr großer Wunsch und ein total nachvollziehbarer Wunsch. Jana, möchtest du da noch was hinzufügen oder ist in dem Wunsch eigentlich jetzt mehr oder weniger alles schon eingeflossen? Das ist schon fast alles drin. Ich würde noch mal zum Anfang zurückgehen. Also mein Gedanke bei deiner Frage war direkt Ich möchte einfach nicht, dass weitere Menschen das Schicksal von Petra erleiden müssen. Und genau deswegen werde ich mich. Oder werden wir uns weiter engagieren? Wunderbar. Ich habe definitiv auf meiner To do Liste bei euch Mitglied zu werden, denn meine Güte, wir haben jetzt hier diesen Podcast zusammen. Genau, und ich hatte Darmkrebs. Also ich kann auch mit anderen darüber sprechen und wie es mir widerfahren ist, wann ich wie entdeckt hatte und und und. Das würde jetzt hier den Rahmen sprengen, aber das kann man sicher machen, denn ich glaube, das ist wirklich wichtig, dass man sich da öffnet. Also da hat auch jeder darf entscheiden, wie viel er oder sie von sich preisgeben möchte. Aber am Ende ist mein Podcast mit dem Namen Fight Cancer ja auch aus meiner eigenen Geschichte heraus entstanden. Also den gäbe es nicht, wenn ich da nicht selbst durch wäre. Deswegen kann ich zu vielem, was ihr gesagt habt, mache ich einfach nur gedanklich so Haken, Haken, Haken, Haken trifft alles, was auch in mir ist. Bevor wir. Bevor wir zum Ende kommen, Gibt es noch etwas, was ihr anderen mit auf den Weg geben wollt? So ein letztes Statement. Lasst uns den Podcast nutzen, in dem Schweigen keine Option mehr ist, sondern mein Appell vielleicht an euch alle da draußen, die zuhören nach unserer Kernbotschaft Spricht darüber. Achtet auf euch und auch auf eure Mitmenschen und handelt. Und zwar nicht erst mit fünfzig und vielleicht als zweites noch Seid bewusst unterwegs, ohne in Panik zu verfallen. Das liegt mir sehr am Herzen. Hört auf euren Körper, wenn sich etwas verändert, nehmt es ernst, Denn Früherkennung ist kein Thema fürs Alter, sondern für das Hier und Jetzt. Sehr, sehr schön. Das ist ganz, ganz wunderbar gesagt und ich mag dieses Sprichwort Achtet, handelt. Da ist so dieser. Dieser Imperativ drin. Mach was! Denn am Ende ist das jetzt das, was wir haben. Und das Jetzt beeinflusst vielleicht das Morgen, Aber das Jetzt ist das Entscheidende. Ganz großartig. Vielen lieben Dank, dass ihr die Zeit gefunden habt. Liebe Christine, liebe Jana, hat mir riesig Spaß gemacht, denn der März ist ja auch Darmkrebsmonat für Darmkrebs Awareness Monat ganz, ganz entscheidend. Dann bleibt mir nur zu sagen Vielen herzlichen Dank euch beiden. Ich wünsche euch noch einen großartigen Abend, eine tolle Zeit und bis bald. Bis bald! Wir freuen uns in eurem Verein genauso. Super! Ciao, Christine. Ciao, Jana. Ciao, Natascha! Das war Fight Cancer im Ring gegen Krebs. Wenn dich diese Folge berührt hat, teile sie und gib anderen die Kraft, weiter zu kämpfen.
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