Folge 09: Ein Blick in den Körper mit der Sportbiologin Frau Prof. Dr. Annette Schmidt

Shownotes

In dieser Folge spreche ich mit Prof. Dr. Annette Schmidt von der Universität der Bundeswehr München über die faszinierende Rolle unserer Muskeln als Medizin – gerade im Kampf gegen Krebs. Gemeinsam tauchen wir tief in die Welt der Sportbiologie ein, diskutieren, wie funktionelles Training den Körper beeinflusst und warum Muskelaufbau für alle, besonders aber für Krebspatient:innen, so entscheidend ist.

Wir räumen mit Mythen auf, klären, was Myokine wirklich bewirken, und zeigen, weshalb Regeneration genauso wichtig ist wie das Training selbst. Persönliche Einblicke, wissenschaftliche Fakten und motivierende Anekdoten machen diese Episode zu einem inspirierenden Begleiter für alle, die ihre Gesundheit aktiv in die Hand nehmen wollen. Höre rein und entdecke, wie Bewegung und Muskelkraft Hoffnung und Lebensqualität schenken können!

Im Interview haben wir kurz natürliche Killerzellen angesprochen und ich habe versprochen, hier in den Shownotes Informationen dazu zu geben. Dafür habe ich Euch eine aktuelle Studie der Deutschen Sporthochschule Köln verlinkt in der der Effekt von Sport darauf, genau beschrieben und erklärt ist:

https://www.dshs-koeln.de/aktuelles/forschung-aktuell/archiv-forschung-aktuell/nr-42019/paper/

www.fight-cancer.de
Instagram: fight_cancer_podcast
Mail: natascha@fight-cancer.de

https://www.unibw.de/hum-sportwissenschaft
https://www.unibw.de/hum-sportwissenschaft/professuren/spobio/personen/prof-dr-annette-schmidt

Transkript anzeigen

00:00:00: Hallo zusammen.

00:00:01: Ich begrüße euch heute aus der Universität der Bundeswehr in München, dem Institut für Sportwissenschaften mit einer superinteressanten Gesprächspartnerin zu einer neuen Folge von ...

00:00:12: Fight Cancer im Ring gegen Krebs – Geschichten von Mut, Stärke und unbesiegbare Hoffnung im Kampf gegen KreBS.

00:00:20: von und mit Natascha Barg.

00:00:25: Hallo Frau Dr.

00:00:25: Schmidt!

00:00:26: Danke dass ich heute bei Ihnen zu Gast sein darf.

00:00:29: Hallo ja, ich freue mich sehr an Ihrem Podcast teilnehmen zu dürfen.

00:00:32: Bevor

00:00:33: wir

00:00:33: mit den inhaltlichen Fragen starten, darf ich Sie bitten sich kurz vorzustellen und den Hörern und Hörerinnen Einblick zu geben?

00:00:42: Wer ist denn Frau Professor Dr.

00:00:44: Annette

00:00:44: Schmidt?!

00:00:45: Ja, sehr gerne.

00:00:47: Ich bin Professorin für Sportbiologie hier an der Universität der Bundeswehr in München und das seit Ende Zwei-Tausendzwanzig.

00:00:53: Und ja in meiner Forschung beschäftige ich mich unter anderem sehr intensiv mit der Frage wie sich Funktional Fitness Sportarten also sowas wie CrossFit, Hirox oder Funktual Fitness selbst auf die physiologischen Prozesse im Körper auswirkt.

00:01:09: Vielleicht Funktions Fitness als Begriff mal kurz erklärt?

00:01:14: Gerne!

00:01:15: Funktion Fitness itself beinhaltet sechs verschiedene Arbeits- oder Workout-Modalitäten.

00:01:22: Da haben wir einmal Endurance, also die Ausdauer eine Mixed Anforderung, wo kann ich

00:01:29: sagen?

00:01:29: Was ist eine mixed Anforderungen?

00:01:31: Ich rieche mich ganz durcheinander.

00:01:32: Also wirklich vermixt zusammensetzen kann.

00:01:35: Also da können gymnastische Anteile drin sein, da können Gewichtheberanteile drin seien was so die funktionalen Bewegungen alles hergeben.

00:01:44: Dann haben wir Bodyweight, wie dein Name schon sagt.

00:01:46: Also man arbeitet mit dem eigenen Körpergewicht.

00:01:48: Da kann man sich beispielsweise eine Kniebeuge oder einen Klimmzug drunter vorstellen.

00:01:52: Dann arbeiten... Haben wir die Trainings-Mutualität Skill?

00:01:56: Da geht es eben um Geschicklichkeitssachen, also so ein Handstand-Walk.

00:02:01: Also auf den Händen...

00:02:03: Das ist schon mal eine alte Spruchsvoll.

00:02:05: Hände

00:02:05: da drunter sein?

00:02:06: Genau!

00:02:07: Dann haben wir die Kategorie Power.

00:02:10: Wie der Name schon sagt, geht's bei Power um Geschwindigkeit.

00:02:14: In kurzer Zeit viele Kalorien runterreißen das kann auch ein gemixtes Modell sein, also mit Ausdauerelementen und Kraftelementen.

00:02:24: Und als letzte Disziplin haben wir Strengths, da geht es so in die Richtung Kraftsportgewicht heben.

00:02:30: Okay das sind die sechs Bereiche von Functional Fitness, die mit Sportbiologie ganz stark untersucht werden oder von der Sportbiologie untersucht wird in ihre verschiedenen Auswirkungen?

00:02:44: Also in ihren Auswirkung, wie sich der Körper auf diese Sportarten einstellt, was physiologisch im Körper passiert wenn ich diesen Sport mache.

00:02:55: Und vielleicht muss man hier ein bisschen auch erklären also Funkschne Fitness selber ist wie es gerade eben erklärt hat mit diesen sechs Modalitäten eine eigene Sportart.

00:03:03: aber Funksche Fitness wird Überbegriff, sage ich mal verwendet wie Eingangs schon erwähnt für so Sportarten wie Crossfit und High Rocks.

00:03:12: Okay also dieser Podcast richtet sich ja hauptsächlich auch an Sportlerinnen aber ganz viel auch an Kampensportler und Kampenschportlerinnen.

00:03:20: das ist jetzt zwar nicht wirklich fangene Fitness aber wenn ich mir so meine Trainingseinheiten überlege Einiges von dem, was Sie gerade gesagt haben machen wir auf alle Fälle.

00:03:28: Also das Definitiv Endurance dabei, dass definitiv Power dabei war.

00:03:33: Schnell auf den Sandsack eindreschen da gehen glaube ich ganz viele Kalorien verloren.

00:03:38: Aber jeden Fall!

00:03:39: Da ist definitiv Skill.

00:03:40: also wir laufen jetzt nicht auf den Händen Gott sei Dank.

00:03:44: aber ich glaub die Fußarbeit... Die Fußarbeit

00:03:45: genau, Footwork ist ein definitives Skill, Strings auch weil ohne Kraft geht gar

00:03:51: nichts.

00:03:53: Also ich sehe da schon Komponenten, deswegen freue mich auch total dass wir darüber reden können.

00:03:58: Können Sie einmal für die Hörerinnen und Hörern genauer erklären?

00:04:03: Ich wusste nicht das es Sportbiologie gibt!

00:04:07: Was genau macht die Sportbiologie?

00:04:10: Die Sportbiologe an sich ist erstmal eine Teildisziplin der Sportwissenschaft Und hier werden also quasi die biologischen Grundlagen der menschlichen Bewegung untersucht.

00:04:21: Also sie erforscht sportliche Aktivität und Training, Funktionen wie Stoffwechsel oder Herz-Kreislaufsysteme, Muskeln und Knochen.

00:04:31: Und letztendlich ist es das Ziel, die sportliche Leistungsfähigkeit zu steigern, Gesundheit zu fördern Bewegungsabläufe zu optimieren, das erstmal so ganz übergeordnet.

00:04:41: Die Sportbiologie steht aber oder in der Sportbiologie selber steht eigentlich die Anpassung im Mittelpunkt?

00:04:47: Die Anpassungen woran?

00:04:49: Also mit dieser Anpassion ist die Fähigkeit des Körpers gemeint sich auf eine wiederkehrende körperliche Belastung einzustellen und leistungsfähiger zu werden.

00:04:58: Ah, also das heißt am Ende von ich hab noch gar nichts gemacht und ich fange ganz langsam mit etwas an.

00:05:04: Die Sportbiologie, die biologischen Prozesse sorgen für die Anpassung im Körper dass sich irgendwann nicht nur einen halben Kilometer laufen kann sondern vielleicht fünf.

00:05:13: Genau, ist mal ganz einfach zu beschreiben!

00:05:16: Also zusammengefasst könnte man sagen, dass das Anpassung die Reaktion des Körpers auf einen physischen Stress ist.

00:05:22: Und hierbei ist ja, dass die Anpassungen erfolgt das fundamentalste Konzept des Trainings.

00:05:28: letztendlich!

00:05:29: Ja, zum Thema physischen Stress.

00:05:31: Ich hatte heute Morgen Personal Training.

00:05:33: Definitiv hatte ich physisches Lautgess.

00:05:37: Ich höre mich gerne weil sie hat mich gut.

00:05:39: Ich will nicht sagen geknichtet.

00:05:40: Motiviert in Bereichen auch an meine Grenzen zu gehen.

00:05:44: was aber notwendig ist damit sich etwas ändert

00:05:49: und das unter den Augen einer einzelnen Person

00:05:51: dann gibt man alles.

00:05:53: Total okay also dass es die Sportbiologie mal so generell.

00:05:57: das heißt Was ich gerade eben ganz spannend fand, war die Unter-einbeziehung von Dingen wie Stoffwechsel, Herzkreislauf.

00:06:04: Dann halt auch schauen was das auf Trainingspläne oder wie das anwendbar ist richtig?

00:06:10: Mhm, ganz genau!

00:06:11: Ja.

00:06:12: Und können Sie da sagen, dass in diesen Bereichen wenn man sich die Stoffwechsel, die Prozesse im Körper anschaut das es da grundlegende Dinge zu berücksichtigen gibt sei es Alter, Hormon, Mann, Frau Genetik?

00:06:28: I don't know.

00:06:28: Gibt's dann auch so Dinge die da rein spielen?

00:06:31: Also ganz wichtig ist aus biologischer Sicht das Anpassungsvorgänge auf unterschiedlichen Ebenen Ablaufen, erstmal so ganz pauschal.

00:06:40: Also einzelne Trainingseinheiten verursachen jetzt unter Umständen mikroskopisch kleine Veränderungen im Körper.

00:06:48: Nehmen wir beispielsweise mal das Krafttraining.

00:06:50: Krafttrainen kannst du Mikroverletzungen in den Muskelfasern führen oder intensives Ausdauertraining zur vorübergehenden Energiemangel und dem Anhäufen von Stoffwechselprozessen.

00:07:02: aus biologischer Sicht passt Der Körper sich darauf an, das heißt diese einzelnen Trainings oder die einzelnen Stressoren aus dem Training führen jetzt eben dazu dass die Muskelfasern dann nach den Mikroverletzungen regenerieren und ein Wachstum erfahren bzw.

00:07:19: bezogen auf den Ausdauersport die Stoffwechsel-Mangel-Situation, die nach intensiven Ausdauersport entstehen kann.

00:07:25: Dann eben dafür sorgt das mehr Energie in der Muskulatur eingelagert wird?

00:07:30: Ich finde das super interessant!

00:07:32: Denn wir haben ganz am Ende hatten wir eigentlich geplant für unseren Podcast hier nochmal über das Thema Mythen zu sprechen.

00:07:38: aber vielleicht müssen wir ein Teil davon nach vorne ziehen weil sie gerade eben sagten nur den einen Bereich zur Mikroverletzung im Muskeln führen.

00:07:46: und wenn ich mich mit eher weniger sportlichen Menschen unterhalte und dann auch mal darüber bericht du, ich habe so ein Muskelkater vom Training her.

00:07:55: Ich sage ah das ist gar nicht gut!

00:07:58: Du siehst dir da Mikroverletzungen in deinem Muskel zu und dass es gar nicht Gut und von ihm verstehe ich gerade, dass das notwendig ist, dass der Körper sich darauf anpassen kann um Muskelwachstuben oder Kraftaufbau überhaupt erst möglich zu machen.

00:08:12: Hab ich das richtig verstanden?

00:08:13: Also grundsätzlich ja, wenn natürlich...

00:08:15: Immer zu einer Ja, man soll's nie übertreiben.

00:08:19: Generell das Prinzip noch mal klar gemacht haben.

00:08:22: Ja

00:08:22: also grundsächlich ja aber wie schon gesagt also übertreiben sollte man es nicht.

00:08:27: Man muss dabei natürlich aufpassen.

00:08:30: Wenn ich Kraft- oder Ausdauersport mache dann erfährt der Körper natürlich erst mal so eine aktuelle Störung, der sogenannten Homiostase.

00:08:39: Also ist die Balance im Körper zwischen, ich sag mal, Regenerationsprozessen und ... Bewegungsprozesse?

00:08:47: Ganz genau!

00:08:48: Das heißt diese Prozesse sollten im Gleichgewicht sein.

00:08:51: Wenn ich jetzt Sport mache, ist diese Homiastase gestört.

00:08:55: Ja es kommt beispielsweise dazu dass Densoren in der Muskulatur registrieren das Klykose verbraucht worden ist oder dass ein Spannungs- dass eine Spannungsveränderung im Muskel stattgefunden hat.

00:09:06: Oder eine Calciumflut stattgefundener oder sonst Stoffwechselprodukte angefallen sind, entsprechend reagiert der Körper darauf?

00:09:16: Wir hatten ja eben das Thema, dass ich das Beispiel gemacht habe.

00:09:18: Ich hatte Muskelkater und dann wurde mir gesagt, Mensch da musste aufpassen!

00:09:23: Und habe aber von Ihnen jetzt verstanden, dass genau diese Mikro-Verletzung eigentlich notwendiger Prozess sind, um überhaupt Veränderungen zu triggern.

00:09:34: Habe ich das richtig verstanden?

00:09:36: Also grundsätzlich ja!

00:09:38: Ich brauche einen gewissen Reiz, um auch eine Anpassung in der Muskulatur zu erfahren.

00:09:43: Es darf es aber natürlich auf gar keinen Fall übertreiben.

00:09:46: Das ist ein ganz wichtiger Punkt und gerade bei dem Stichwort Muskelkater – ich muss natürlich auf die richtige Balance zwischen Belastung.

00:09:57: Ein ganz wichtiger Aspekt, auch also gerade beim muskulären, gerade bei Krafttraining ist das Muskelwachstum.

00:10:03: Das findet ja nicht während des Trainings statt sondern dass Muskelwachstum oder die Anpassung findet in der Regenerationsphase statt.

00:10:10: Entsprechend ist natürlich neben dem Training auch ganz wichtig auf entsprechende Erholungsregenerationsphasen zu achten.

00:10:17: Darauf kommen wir ja auf alle Fälle nachher noch mal zu sprechen.

00:10:21: Aber da schon herzlichen Dank, ich fand das eben so spannend wie Sie das beschrieben haben.

00:10:25: der Körper stellt fest dann wurde eine Glykose verbraucht oder es gab zu einem Kabel zu einer Kalziumflut.

00:10:31: Ich habe gerade so Bilder im Kopf wie so ein Kinder Zeichentrick Film Wie erkläre sich mein Körper?

00:10:38: und dann wieder Körper feststellen Da ist gerade Glukose verbraucht worden, wir müssen was nacharbeiten oder so.

00:10:44: Also das haben Sie grade eben so schön beschrieben.

00:10:47: zumindest habe ich diese Bilder im Kopf?

00:10:49: Ja ich hab da auch immer Bilder vom zellulären Inneren im Kopf wie irgendwelche Pumpen arbeiten, wie Calcium ausgeschüttet wird und so weiter.

00:10:58: also dass bereitet genau hilft aber bereitet auch viel Freude sich solche Bilder in die Kopf suche.

00:11:04: Unbedingt unbedingt!

00:11:05: Ich werde das nächste mal wenn mein Körper irgendwie außer Atem oder irgendwas ist Ich denke, naah!

00:11:10: Was hast du denn jetzt gerade wieder festgestellt?

00:11:13: Okay gut.

00:11:14: Das ist mal so.

00:11:15: generell das Thema wo die Sportbiologie Erkenntnisse gewonnen hat und liefern kann für Trainingspläne und ähnliche was immer wieder auftaucht wenn man sich Versuch zu informieren, über sei es Trainingsmethoden oder was sollte ich tun?

00:11:32: Gerade wie gesagt.

00:11:33: Ich hatte eine Therapie oder eine schwere Krankheit und ich will wieder Sport aufbauen.

00:11:37: Ich bin immer wieder über den Begriff der Myokine gestolpert.

00:11:41: Wie wichtig die sind!

00:11:42: Aber ich habe noch nicht genau verstanden, was genaues ist, was sie tun und warum die wichtig sind.

00:11:49: Können Sie uns da weiterhelfen?

00:11:50: Ja sehr gerne vielleicht... Da sind ein paar Informationen oder Begrifflichkeiten vorab.

00:11:58: Unsere Skelettmuskulatur ist weit mehr als ein Motor, der uns bei Bewegung unterstützt.

00:12:06: In den letzten Jahren hat die Forschung sich immer stärker in diese Richtung bewegt, dass der Muskel auch als endocrines Organ identifiziert wurde und verstanden wurde.

00:12:19: was Signalmoleküle ausschüttet und so Einfluss auch auf den gesamten Körper nehmen kann.

00:12:26: Das heißt, der Muskel produziert Botenstoffe, also Hormone oder Zytokine die sogenannten Myokine, die in unserem Körper ganz vielfältige Wirkungen entfalten können.

00:12:36: Also im aktive Muskulatur ist quasi ein regelrechtes Drüsenorgan das unter Belastung Dutzende von signalgebenden Proteinen ausschütten kann.

00:12:48: Das heißt, also im Myokin ist am Ende ich will jetzt nicht sagen ein Hormon oder einen Signal aber es ist ein Botenstoff.

00:12:57: Okay

00:12:57: genau das ist ein Bodenstoff und Das erste identifizierte Myokin ist das Zydukin IA-VI, Interloquine VI.

00:13:05: So ist der Name mit den akzeptierten...

00:13:08: Den nehmen wir jetzt einfach mal so hin.

00:13:10: Also das ist der Erste, der sich aus dem Muskel heraus in den Körper bewegt und sagt ... Ist es

00:13:15: das Erste was identifiziert vor?

00:13:17: Also nicht bingend jetzt das erste Molekül.

00:13:20: war sie erst ausgeschüttet oder so?

00:13:21: Aber

00:13:22: das Erster was man erkannt hat.

00:13:23: Genau

00:13:23: als Myokinen identifiziiert hat genau.

00:13:27: Ja, es wird eben bei Kontraktion vom Muskel freigesetzt und wirkt hormonartig auf andere Organe.

00:13:33: Und ja diese Myokine können wahlweise als Autopar- und Endocrin wirken.

00:13:40: Sie?

00:13:40: Ja!

00:13:41: Das bedeutet sie beeinflussen entweder lokal den Muskel selbst

00:13:46: – das wäre Auto

00:13:47: Genau.

00:13:48: Die umlegenen Gewebe, das wäre dann H-A

00:13:52: oder

00:13:53: die Myokine können sich über die Blutbahn im Körper verteilen und dann auf entfernte Organe wirken.

00:13:58: Das wäre dann in die Endokrine Wirkung ganz genau.

00:14:02: Also Auto ist in dem Muskel wo die zum Beispiel Kontraktion stattgefunden hat und dass Myokin freigesetzt wird?

00:14:11: Parer wäre das, was drum herum ist.

00:14:14: Und Endocrin ist wenn sich das Myokin auf die Reise macht durch die Blutbahnen an der Leber vorbei oder durch die Leber geht und irgendwas anderes noch dann besucht.

00:14:24: Ich vermuliere es jetzt mal bewusst so ganz genau okay gut und Das heißt wenn ich das jetzt mal mit meinem leidenhaften Verständnis versuche nochmal zu hinterfragen Jede.

00:14:35: Also, ich meine wir haben ja den ganzen Tag irgendwelche Kontraktionen im Muskeln.

00:14:39: aber hier geht es wahrscheinlich schon um eine etwas stärkere Kontraktion wo mehr Leistung oder mehr Energie aufgewendet wird.

00:14:47: also wie bei allem guten muss sich glaube ich erstmal Energie aufwenden um was frei zu setzen.

00:14:51: ist das hier auch der Fall?

00:14:53: Ja ganz genau!

00:14:54: Es reicht da in der Regel nicht ich sag mal leichte Einzelmuskuläre Bewegungen zu machen Klassische Bodybuilding, ich sag mal jetzt in der einfachen, wir gehen nicht von der professionellen, sondern aus einer einfachen Variante würde nichts zwingend zu so einer hohen Zytokinausschüttung oder Myokinaus schüttungen führen.

00:15:13: Wie beispielsweise Bewegung die große Muskeln... anressieren und dabei über mehrere Gelenke gehen.

00:15:20: Also nehmen wir beispielsweise mal die klassische Kniebeuge, die eine mehrgelenkige Bewegung ist.

00:15:26: bei der Kniebäuge ist ein sehr großer Muskel, der Gluteus dran beteiligt.

00:15:31: Der

00:15:31: ja schon im zweiten Namen Maximus heißt.

00:15:34: Genau also der Muskel der den Purschen rund macht sagen wir mal so.

00:15:40: Und wenn ich eben mehrgelänkige Bewegung hab, große Muskeln adressiere.

00:15:45: Dann habe ich natürlich eine deutlich höhere Myokinausschüttung als wenn ich isoliert irgendeinen kleinen Muskel meintrittiere.

00:15:52: Wenn Sie wissen was ich gerade vor mir sehe und warum ich innerlich säufze ist am Ende.

00:15:56: sind Burpees also richtig gut?

00:15:59: Ja nicht jeder liebt sie genauso!

00:16:03: Aber Börbis sind auch eine sehr gute Übung.

00:16:06: Feining, weil hierbei noch ein anderer Aspekt hinzu.

00:16:10: Die Sprungkraft kommt hinzu ist ein gewisses koordinatives Element oder eine koordinative Bewegung.

00:16:17: Ich bewege große Muskeln dabei mit und es hat dazu natürlich auch noch eine Ausdauerkomponente.

00:16:24: Das heißt also, Burpee ist eine ganz wundervolle

00:16:28: Liebe Trainer da draußen.

00:16:30: wenn ihr das hört habt trotzdem Mitleid mit uns!

00:16:34: Es ist deine ganz wunderbar gesunde Übung.

00:16:37: ja aber sie is grässlich.

00:16:38: anstehend.

00:16:41: ok dass war ein kleine Exkursion.

00:16:43: Nein, ich wollte einfach nochmal auf dieses Thema mit dem Myokinen deswegen reingehen.

00:16:49: Weil ich hatte gelesen dass das auch der Grund ist warum Muskeln oder in dem Falle dann die Zytokin und Myokinausschüttung einen positiven Effekt auf das Immunsystem wiederum haben können?

00:17:04: Ganz genau!

00:17:05: Sehr gute Überleitung, sage ich mal zu den eigentlichen Effektern der Myokine.

00:17:11: also Bewegungen verbessert Die Funktion des Immunsystems, etwa durch Mobilisierung beispielsweise als ein Aspekt von natürlichen Killerzellen.

00:17:21: Was sogar direkt gegen Tumorzellen helfen kann.

00:17:25: Aber ganz wichtig ist auch der anti-inflammatorische Effekt also der antientzündliche Effekt den Myokine haben können.

00:17:34: hier und hier scheint es sogar so zu sein dass der Anti-Inflammatorisch Effekt vom Sport Dosis abhängig ist.

00:17:42: Also das heißt,

00:17:44: je mehr desto?

00:17:45: Genau!

00:17:47: Man sagt ja eigentlich immer beim Apotheker die Dosis ist das Gift aber in dem Falle je mehr desso...

00:17:53: also leider ja.

00:17:55: Nein alles gut.

00:17:56: Aber es sind ja wichtige, wichtige Informationen.

00:17:59: darf ich nochmal kurz fragen?

00:18:00: wir waren bei dem anti-entzündlichen Effekt den Zytokino, Myokino und damit Muskelbewegung, Sport auf den Körper haben können.

00:18:14: Und verstehe ich das richtig?

00:18:15: Dass das etwas ist, was gesunden Menschen genauso hilft wie die Menschen, die durch eine Krankheit gehen oder auch eine Krankkeit hinter sich haben.

00:18:24: Ja, auf jeden Fall!

00:18:26: Also dieser anti-inflammatorische Effekt gilt für jeden.

00:18:30: aber gerade in der Situation... Ich bin vielleicht gerade unter Krebstherapie Da sind die entzündlichen Reaktionen im Körper natürlich sehr hochgeschraubt.

00:18:40: Und da profitiere ich von diesem anti-entzündlichem Effekt des Sports, natürlich ja sehr stark!

00:18:46: Wichtiger Punkt dabei aber auch hier wieder... Ich darf es nicht übertreiben weil wenn ich meinen Körper zu sehr stresse in dem Moment dann kann das Ganze ins Gegenteil kippen.

00:18:57: also der Körper wird zu sehr geschwächt beziehungsweise können auch entzünden.

00:19:02: Reaktionen dann auftreten, heißt für Krebspatientinnen und Patienten die Belastung sollte moderat sein um die chronische Entzündungsbelastung zu reduzieren und das Immunsystem nicht zu überfordern.

00:19:18: Also wenn ich zu intensiv reingehe, dann habe ich halt auch eine Überforderung des Immun Systems mit.

00:19:23: Ja also das klingt nachvollziehbar aber wahrscheinlich kann man da anwenden, dass gerade Krebspatientinnen und Patienten die durch eine Therapie gehen sehr auf ihrem Körper hören.

00:19:35: Und wenn man feststellt, dass seine Erschöpfung sehr schnell einsetzt, weil an dem Tag in der Woche dann vielleicht doch nicht so die Energie und die Kraft hat, dass man dann natürlich einen Schritt zurückgeht.

00:19:47: Ja das ist ein ganz wichtiger Punkt.

00:19:49: also da auf seinen Körper zu hören ruhig also reinzufühlen zu fühlen okay heute fühle ich mich nicht so fit dann mache ich lieber keine Burpees sondern gehe vielleicht lieber an der frischen Luft spazieren.

00:20:02: ja in den Körper reinhören auch wenn Gerade auch wenn man in Belastung ist, auf dem Körper zu hören.

00:20:09: Ist ja ganz wichtig.

00:20:10: gerade Untertherapie von Patientinnen und Patienten

00:20:14: unbedingt nein.

00:20:15: vielen Dank dass sie das auch nochmal so deutlich gemacht haben.

00:20:18: aber wir waren jetzt gerade genau Und ich glaube das ist jetzt wieder eine schöne Überleitung beim Thema Energie.

00:20:23: Es gibt Ja also auch jeder normale gesunde Mensch hat Tage wo er sich mehr Energie hat.

00:20:30: Aber natürlich Wenn ein eine Person durch eine Therapie geht hat die oftmals massive Auswirkungen auf den Körper, was dazu führen kann dass weniger Energie vorhanden ist.

00:20:44: aber nicht so trotz es notwendig auch wiederum Energie aufzuwenden.

00:20:49: Können Sie dazu noch mal etwas sagen?

00:20:50: Was du die Erkenntnisse aus der Sportbiologie da sind?

00:20:54: Ja gerne also Da auch wieder so ein kleiner Einstieg.

00:20:59: Also dieses Gelettmuskulatur ist ein wichtiger Speicher und Tribulator im Stoffwechsel, der macht etwa vierzig bis fünfzig Prozent unseres Körpergewichts aus.

00:21:09: Und damit ist die Muskulatur oder das Gelett-Muskulator ein enormer Pool für Energieträger, also Glycogenen oder intramuskulaire Fette oder auch Aminosäuren.

00:21:20: Heißt in Hungerphasen kann Muskulatur abgebaut werden um Aminosäusern die Glykose-Neubildung beispielsweise bereitzustellen.

00:21:29: Also das heißt, um die eingelagerte Glykoze hier als Energieträger zu nutzen.

00:21:35: Also Glykkose, Kohlenhydrate und Zucker?

00:21:38: Genau!

00:21:38: Die Muskulatur trägt aber natürlich auch zur Thermoregulation bei, also so Muskel zittern bei Kälte erzeugt Wärme, entscheidend ist aber ohne ungenügende Muskelmasse gerät der Körperhaushalt und auch der Stoffwechsel aus dem Lot.

00:21:53: Und gerade bei schweren Erkrankungen wie Krebs sehen wir Phänomene der Kachexie.

00:21:59: Ich erkläre das kurz, es ist ein ungewollter Verlust von Muskelmasse-Körperfett oder ja einer enormen Abnahme des Körpermasse, wie gesagt Ungewollt.

00:22:11: und ja das ist grade in Krebserkrankung problematisch denn der Muskelschwund bedeutet nicht nur auf der einen Seite ein Kraftverlust sondern Auf der anderen Seite auch verliert der Körper damit wichtige Regulationsfunktionen, die beispielsweise Gerät durch ja zu wenig Muskelmasse in den Zuckerstoffwechsel aus dem Gleichgewicht.

00:22:34: Also das heißt, man spricht in so einem Fall dann von einer Insulinresistenz.

00:22:39: Ja,

00:22:39: das habe ich schon mal gehört!

00:22:40: Das kam durch zu wenig Muskelmasse und es wusste ich noch

00:22:45: nicht.

00:22:47: Wir sprechen jetzt über die Bedingungen was Krebspartner anbetrifft aber sowas gilt natürlich auch für gesunde Vereiningen.

00:22:56: ältere Menschen neigen leider häufig dazu auch nicht genügend Energie zu sich zu nehmen Erleiden dadurch dann quasi ja eine Sarkopenie, bewegen sich nicht genug.

00:23:08: Ja die Muskulatur ist halt wirklich ein sehr wertvolles Organ wie gerade eben angedeutet in Bezug auf den Stoffwechsel.

00:23:15: aber wenn wir auch nochmal den Bogen zum Anfang spannen natürlich auch schüttet der Muskel sehr viele positive Signalmoleküle aus Die Wertvoll für den ganzen Körper sind unter anderem auch für unser Gehirn.

00:23:28: Es

00:23:29: ist vieles von dem ist glaube ich auch schon so im Allgemeinen Know-how angekommen.

00:23:34: Aber nicht die Konsequenz, also nicht der große Burgen.

00:23:39: Also dieses Abnehmen der Muskelmasse kann dazu führen dass eine erhöhte Insulinresistenz auftritt was ja dann wiederum ganz...also die nächsten Folgen nach sich zieht.

00:23:50: Ganz genau!

00:23:50: Das

00:23:50: heißt tatsächlich das Thema Muskelaufbau zu betreiben um sicherzustellen Also auch die normale, unter gesunden Aspekten eintretende Sarkopenemuskelspund.

00:24:06: im Alter sind wir alle nicht vorgefeiert.

00:24:08: Dass wir der Entgegenwirkung entgegenwirken um halt all diese positiven Effekte zu haben und die Negativen wie im Englischen sagt man so schön at bayhalt also ein bisschen von einem weg herrennt

00:24:21: genau ganz ganz wichtiger punkt und da vielleicht auch an der stelle schon mal der hinweis vielleicht kommt er später auch nochmal Man ist immer trainierbar oder der Muskel kann immer trainiert werden in jedem Alter unter jeder Lebenssituation.

00:24:37: Also, Der Muskel ist nicht kein Organ was mich bis zum Ende trainierba wäre und Ich kann auch in hohem Alter noch anfangen, ich kann unter Krankheit anfangen und Sport hilft immer.

00:24:50: Sport ist immer wertvoll für die Körper!

00:24:53: Und gerade wenn ich ja irgendwann Kippstherapie bin, ist die Muskulatur hier ein sehr, sehr wertvolles Organ was man trainieren sollte?

00:25:00: Ich finde es super schön dass Sie das gesagt haben sonst hätte ich später bei Mythen nochmal nachgefragt.

00:25:04: aber dieses Es ist immer möglich anzufangen und es lohnt sich immer an zu fangen etwas, was wir so stehen lassen können.

00:25:14: Auf jeden Fall!

00:25:15: Ich würde aber gerne neben der Insulinresistenz ja noch einen anderen Aspekt aufgreifen nämlich wenn ich Muskelschwund erleide dann kann auch der Protein-Umsatz kippen also das heißt in Richtung Abbau.

00:25:29: Also wenn ich normale Körperprozesse habe dann sind die Proteine hier immer dazu da einen Aufbau zu leisten.

00:25:36: Aber in dieser Situation kann eben dieser Proteinumsatz kippen.

00:25:43: Und dazu fehlen ja dann, wenn die Muskelmasse abnimmt auch die schützenden Myokine, die hier einen positiven Effekt leisten.

00:25:51: Heißt, wenn man das mal so zusammenfasst ist unser Muskel hier ein ganz wichtiges zentrales Steuerorgan für unsere Gesundheit?

00:25:58: Das finde ich bring's auf den Punkt und zeigt... Also für mich ist es einfach ein wichtiger Park, dass wir dem Muskel an sich oder den Muskeln mehr Aufmerksamkeit schenken sollten.

00:26:13: Wir haben es verdient!

00:26:14: Sie haben uns auf jeden Fall verdient.

00:26:16: und wenn wir jetzt noch mal die Brücke schlagen zu Krebspatientinnen und Patienten, also mit mehr Muskulatur geht üblicherweise auch ein besserer Therapie-Erfolg einher.

00:26:27: Also Menschen mit höherer Muskelmasse vertragen beispielsweise Scheme und Strahlentherapie besser, haben weniger Nebenwirkung.

00:26:33: Und da hilft natürlich also gerade auch dieser anti-entzündliche Aspekt der Myokene, den wir vorhin genannt haben.

00:26:41: Auch nochmal besonders.

00:26:43: Ja das ist ganz lieb, dass Sie das auch noch mal so rausstellen oder Teile davon konnte ich aus eigener Erfahrung oder auch vorangegangene Interviewpartnerinnen und Partner Kampfsportler die durch eine Therapie durch sie gegangen sind auch bestätigen.

00:26:59: Gibt es denn noch andere Effekte, die während der Therapie helfen?

00:27:06: Warum Muskeln wichtig sind?

00:27:09: Ein ganz wichtiger Aspekt sogar.

00:27:11: Also eine niedrigere Muskelmasse oder Patientinnen und Patienten mit niedrigeren Muskelmaßen zeigen häufiger Toxizitäten unter Therapie und haben insgesamt dann eine schlechtere Prognose letztendlich.

00:27:23: Also das heißt, diese ...

00:27:25: Toxität

00:27:26: sind

00:27:27: Vergiftungen?

00:27:27: Genau, Vergiftung.

00:27:29: Die Chemotherapie selber ist Gift

00:27:31: für den Rest aber lebensnotwendig gegen den Tumor.

00:27:36: Wir wollen ja die schneller teilenden Tumordzellen durch das Gift erreichen nicht unsere gesunden Körperzellen.

00:27:42: Also, das heißt dieser Gifteffekt tritt auf jeden Fall auf.

00:27:45: Aber wie gesagt bei Personen mit einer höheren Muskelmasse ist hier der Vergiftungseffekt die Toxizität geringer und dabei haben Studien auch jüngst bestätigt hinsichtlich Brustkrebspatientinnen dass weniger Muskelmasse eine signifikant geringere Überlebensrate hatten.

00:28:06: Heißt Muskelmaster ist ein prognostisch bedeutsamer Faktor.

00:28:11: Man könnte auch sagen, Muskelmasse ist Medizin ja an dieser Stelle.

00:28:16: Das würde ich auf alle Fälle schon mal als Power Quote rausnehmen.

00:28:20: Muskelmasse ist Medizin denn wenn es am Ende dazu beiträgt dass es eine höhere Überlebenswahrscheinlichkeit geben kann Wenn mehr Muskel Masse da ist nicht immer aber geben kann dann ist definitiv muskelmassemedizin Auf

00:28:37: jeden Fall

00:28:38: Wunderbar.

00:28:39: Wer viel trainiert?

00:28:40: braucht aber, glaube ich – Sie haben es vorhin auch schon angedeutet.

00:28:43: Regeneration!

00:28:44: Denn der Muskel wächst nicht im Training und der Muske wächst danach.

00:28:48: Was sind denn so allgemeine Dinge die man da beachten sollte?

00:28:51: Warum frage ich aus ganz persönlichem Interesse?

00:28:54: Weil wenn ich dann wieder losstarte will ich am liebsten alles gleich und jeden Tag überhaupt.

00:29:01: Aber ich habe gelernt das ist gar nicht so sinnvoll.

00:29:05: Wie Sie schon ganz richtig gesagt haben also in der Trainingsphysologie gilt Belastung und Erholung gehören untrennbar zusammen, um eine Anpassung zu erreichen.

00:29:15: Und wir haben ja schon am Anfang darüber gesprochen dass Belastungsreize die Voraussetzung für eine Leistungssteigerung sind.

00:29:22: doch diese Verbesserungen treten nicht während der Belastenausaufe sondern in den Erholungsphasen danach.

00:29:28: heißt der Körper braucht Zeit um sich von einem physiologischen Stressor, den ich gesetzt habe zu reagieren.

00:29:39: Er repariert Gewebe und baut sich ein Stück stärker letztendlich wieder auf und ist somit gewappnet für zukünftige Beanspruchungsbelastungen.

00:29:50: Diesen Prozess nennt man der Trainingsphysiologie die sogenannte Superkompensation

00:29:54: Super Kompensation.

00:29:56: Das klingt fast wie eine Superpower!

00:29:59: Ja, ist es letztendlich auch so, dass man sich sehr gut zu Nutzer machen

00:30:02: kann?

00:30:03: D.h.,

00:30:03: das Nickerchen auf der Couch als Teil der Regeneration kann ich dann zukünftig als meine Superkraft verkaufen.

00:30:11: Auf jeden Fall und also... Auch gerade wenn man sich nach Trainingseinheiten vielleicht auch mit einem Personal Trainer müde fühlt, sollte man dem Drang sich vielleicht auch nur für eine kurze Zeit einfach mal auf die Couch zu legen.

00:30:23: Auf jeden Fall nachkommen!

00:30:25: Aber wenn wir uns das vielleicht mal ein bisschen bildlicher vorstellen wollen dann... Also in Form von einer Kurve beispielsweise, dann kann man sagen das nach dem Training die Leistungsfähigkeit erstmal etwas nach unten geht.

00:30:39: Also Müdigkeit tritt auf, Mikrotraumatat treten auf und während der Regenerationszeit erholt sich der Körper und schwingt sogar über das Ausgangsniveau herauf.

00:30:50: also die Kurve schwingte über das ausgangsniveau hinaus.

00:30:53: ja dass ist letztendlich dann Gewinn an Fitness.

00:30:56: okay das heißt jedes mal Nach einem Training, wenn ich die Regeneration auch einhalte ist der dann neue Ausgangswert über meinem alten Ausgangswert.

00:31:06: Ganz genau!

00:31:07: Mit dem entsprechenden Reiz vorab

00:31:09: natürlich?

00:31:09: Ja ja,

00:31:10: aber

00:31:10: nicht immer fühle ich mich so.

00:31:12: gerade beim Personal Training habe Ich immer wieder den Eindruck da tut sich gar nichts mehr.

00:31:15: Natürlich tut sich da was.

00:31:17: Aber meine Trainerin sorgt natürlich auch dafür dass immer wieder der nächste Reiz über dem davor war also im nächsten Training, sodass ich immer wieder das Gefühl habe es tut sich gar nichts.

00:31:27: Aber natürlich tut sich was!

00:31:29: Ja da erinnere ich mich an meine Anfänge in CrossFit also mit dem Ei... Also ich bin immer schon sportlich unterwegs gewesen aber CrossFit ist dann nochmal so eine andere Nummer gewesen.

00:31:40: also musste mein Körper lernen.

00:31:43: Ich bin anfangs komplett mit einer Trainingseinheit pro Woche ausgekommen und der Muskelkater nachträglich, der hat mich durch die Woche getragen und dann war ich grad wieder, ich sag mal ja erholt.

00:31:55: Und da bin ich so'n

00:31:55: vornolohn.

00:31:56: Dann

00:31:56: siehe ich in den nächsten Korswäschstunde gegangen!

00:31:58: Also das sind so meine Anfänge und ich musste mich da auch manchmal tatsächlich kurz hinlegen nach einer Trainingseinheit aber... Also man hat auch auf jeden Fall die Progression gemerkt.

00:32:09: Ich war dann nach wenigen Wochen in der Lage, eine zweite Trainingseinheit in der Woche oder später dann auch eine dritte Trainingseinheite in der Woche durchzuführen und das spiegelt vielleicht so ein bisschen diesen Anpassungsprozess über den wir jetzt hier häufig gesprochen haben wieder.

00:32:23: Vielen herzlichen Dank dass ihr gerade noch mal was Persönliches geteilt habt weil ich glaube es geht ganz viel von uns, sodass man am Anfang ungeduldig ist.

00:32:30: Man möchte schnell Erfolge sehen halt gerne häufiger ins Training gehen, aber gerade am Anfang ist Geduld gefragt um dem Körper auf die Chance zu geben durch diese Anpassungsprozesse auf das nächste Level zu kommen.

00:32:45: Also ich habe jetzt gerade so ein Videospiel in meinem Kopf und mir gespürztes Bild.

00:32:49: Ja

00:32:49: genau.

00:32:50: In Ordnung!

00:32:51: Bevor wir jetzt ganz oder fast zum Ende kommen.

00:32:55: Ich hatte noch mir so im Kopf, dass wir vielleicht einmal über Mythen oder Do's and Don'ts und ein zwei Sachen hatten sie ja am Anfang schon ausgeräumt.

00:33:04: Also dieses Thema ist es nie zu spät mit dem Training zu beginnen oder mit ja Bitsport zu Beginn weil gerade zumindest wenn man immer mal wieder so ein Internet rumschaut gibt es hier auch wirklich wilde Aussagen so nach die Motto Frau in den Wechseljahren kann keine Muskeln mehr aufbauen.

00:33:20: was ein Blödsinn genau.

00:33:22: Ich sehe Ihren Kopf schütteln, also da schon mal Mythos abgehakt.

00:33:26: Geht immer!

00:33:27: Gibt es noch Sachen wo Sie sagen das gehört in dem Bereich Mythos oder einfach vergessen und weitermachen?

00:33:35: Ja vielleicht gerade im Kontext dieses Podcasts hier einen Mythos Ein Mythos, der da lautet No pain no gain.

00:33:44: Also ohne Schmerzen kein Fortschritt das möchte ich so nicht aufrechterhalten.

00:33:48: also wir haben jetzt sehr viel darüber gesprochen dass natürlich muss sich einen gewissen Reit setzen damit eine Anpassung stattfindet.

00:33:55: aber Ich sollte mich damit nicht schlecht fühlen und ich sollte mich vor allen Dingen nicht auf Dauer damit schlecht fühl.

00:34:02: Moderat einsteigen, auf den Körper hören und langsam steigern sollte auf jeden Fall die Wiese sein.

00:34:09: Gerade bei Krebspatientinnen und Krebspatienten sollte das an vorderster Stelle stehen.

00:34:14: aber auch grundsätzlich also...

00:34:16: Ja es ist so ein Spruch mit dem ich zumindest in Teilen groß geworden gerade so bei frühen Trainings als junges Ding No pain no gain.

00:34:24: oder einmal ausatmen dann gehen noch fünf Zentimeter so beinahe Dehnungen oder ähnlichen.

00:34:29: ja genau

00:34:30: genauso.

00:34:31: Aber ich sag mal, gerade wenn man jetzt mit großen Muskelgruppen arbeitet in großem intensiven Umfängen ja im Kraftsport unterwegs ist.

00:34:40: Ja sollte man ...

00:34:41: Isomoderat und häufiger also länger durchhalten und das wirklich machen und dem Körper auch Zeit geben sich anzupassen.

00:34:50: Genau.

00:34:50: Lieber mehrere kleine Einheiten moderat als sich einmal komplett zu verausgaben Das Immunsystem dabei vielleicht auch noch aus dem Gleichgewicht zu bringen.

00:35:01: Lieber auf die kleinen kontinuierlichen Einheiten achten.

00:35:04: Ganz

00:35:04: wunderbar!

00:35:06: Ich hatte vorhin schon gesagt, eins nehme ich schon mal raus als Power Quote das Systeme ist Muskeln sind Medizin.

00:35:12: Gibt es denn sonst so etwas wo sie sagen einer aus der Abteilung dos and don't?

00:35:15: So Sachen wo Sie sagen unbedingt empfehlen haben wir jetzt gerade schon gehört.

00:35:19: lieber mehrere kleine Einheiten moderatsteigern Regeneration und no pain nor gain also sich nicht komplett zerstören.

00:35:28: Das heißt auch In Situationen mal Ego rausnehmen, wenn man merkt das geht einem nicht gut.

00:35:33: Hier Ego herausnehmen auf dem Körper hören und weitermachen.

00:35:37: Gibt es sonst noch etwas für sie sagen?

00:35:38: Das würden sich hier gerne erwähnen.

00:35:41: Also auch ein Mythos bei Krebs ist ja dass man sich schon soll körperliche Anstrengung vermeiden soll.

00:35:48: diesen Mythos möchte ich ein Stück weit widersprechen.

00:35:50: Also klar, wir hatten den Aspekt man soll auf seinen Körper hören.

00:35:53: wenn man sich heute nicht gut fühlt lieber mal eine Runde um dem Block gehen bisschen spazieren gehen an der frischen Luft.

00:35:59: aber Wir haben auch natürlich vorhin über die positiven Effekte der Myokine gesprochen Die Anti-entzündlich wirken.

00:36:07: Wenn ich ja Kraftsport mache wenn ich große Muskelgruppen aktiviere heißt also wenn man Sich danach fühlt sollte man auf jeden Fall Sport machen.

00:36:17: Super, vielen herzlichen Dank.

00:36:19: Frau Schmidt es war ein wahnsinnig informatives Interview.

00:36:23: wir haben so viele Bereiche beleuchtet.

00:36:26: ich muss nachher wenn ich das ganze zusammen füge und dann auch mal die ShowNotes vorbereite.

00:36:32: da wird ganz ganz viel drin stehen für die Hörerinnen.

00:36:36: Vielen herzlichen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben und ich hier sein darf.

00:36:40: Sehr gerne!

00:36:40: Es hat mir sehr viel Freude bereitet und es ging ja super schnell.

00:36:43: also ich habe gar nicht damit gerechnet, dass wir so schnell durch die Themen durch sind.

00:36:48: Ja irgendwie vergeht dann doch die Zeit wenn man ins Unterhalten kommt und ist einfach auch ein spannendes Thema ist was einem ja am Herzen liegt.

00:36:56: Das stimmt, vielen herzliche Dank

00:36:58: und

00:36:58: ich danke Ihnen.

00:36:59: alles Gute weiterhin.

00:37:00: Ja das

00:37:01: wünsche ich Ihnen auch, vielen Dank.

00:37:02: Danke sehr!

00:37:06: Wenn dich diese Folge berührt hat, teile sie und gib anderen die Kraft weiter zu kämpfen.

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